Stefan Lange

geb. 1988
Radsport seit 2005
Gewicht 67 kg
Größe 170 cm
Wohnort Rostock
Verein Bad Doberaner SV 90
Teams

2010-2011 Littel John Bikes Team

seit 2012 BMT

Kategorie Elite A
Lieblingsrennen Hölle des Nordens, Volksdorf
Motto Was immer hilft: schneller fahren!

 

 

Stefan Lange mit dem Cube Teamrad Litening C:62 Pro
Stefan Lange mit dem Cube Teamrad Litening C:62 Pro


Berg ++++ Sprint ++++
Ausreißer +++++ Zeitfahren ++++

Wie wurde der Radsport zu deinem Sport - wie hat alles angefangen?


Ich erinnere mich noch ziemlich genau daran, dass mein erster Versuch auf dem Rad mit ca 3 ½ Jahren links rum und mit ordentlich Schwung in der Hecke auf dem Hof meiner Großeltern endete. Als Außenstehender war es wohl sehr amüsant zu beobachten. Nach minimaler externer Motivation und reichlich Übung war ich dann nicht mehr ohne Fahrrad zu sehen. Mit zunehmender Körpergröße wurden auch die Fahrräder größer und teurer.
Im April 2005 kaufte ich mir dann mein erstes Rennrad. Anfangs ohne den Gedanken je ein Rennen zu fahren. Der Grundstein dafür wurde durch Alex gelegt. Er nahm mich mal mit zum Training nach Bad Doberan und dann dauerte es auch nicht mehr lange bis ich im September 2005 (1. Jahr U19) mein erstes Rennen in Dänemark fahren durfte. Ein für mich sehr prägendes Erlebnis: Tag 1 - Schlüsselbein-Fraktur von Maik inkl. zerstörtem Rad. Tag 2 – Jacob Fiedler in der Spitzengruppe, der Rest der Doberaner Radsportler wurde wortwörtlich mit den Fäusten der dänischen Sportsfreunde in die Mangel genommen.

Das Idol deiner Jugend?

Als Idol meiner Jugend zählt einmal Jan Ullrich, der als einziger Deutscher – genauer: aus meiner Heimatstadt Rostock stammt – die Tour de France gewonnen hat und Lance Armstrong dort auch ganz gut die Stirn bieten konnte.
Erik Zabel, der auch gemeinsam mit Jan Ullrich in einem Team gefahren ist, zählt zum anderen auch zu meinem Idol der Jugend. Es war immer sehr schön und aufregend zu sehen, wie er mit den weltbesten Sprintern um den Etappensieg gesprintet ist.
Ansonsten hat jedes Rennen, sei es eines der zahlreichen Frühjahrsklassiker oder großen Rundfahrten, seine Favoriten mit denen man mitfiebert. Da möchte ich André Greipel (auch ein Rostocker) und Tom Boonen, der so elegant und kraftvoll über das berühmte Kopfsteinpflaster von Paris-Roubaix fährt wie kaum ein anderer, nicht vergessen.


Welches Rennen würdest du gerne mal fahren?

Mein Wunsch wäre es einmal neben der Schlussetappe der Tour de France auf dem Champs-Élysées in Paris, den Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix zu fahren.


Dein größter Erfolg auf dem Rad?

In guter Erinnerung ist der 4. Platz der 3. Etappe der „van der Falk“ Rundfahrt 2008 und der damit verbundene Aufstieg in die B – und 2009 der Sieg in Kiel Mettenhof und damit dann auch der Aufstieg in die A-Klasse.

Was liebst du am meisten am Radsport?

Die Möglichkeit aus eigener Kraft sich doch recht zügig fortbewegen zu können. Nichts ist geiler als auf 23 mm breiten Reifen, im Rausch der Geschwindigkeit, über den Asphalt zu brettern.
Neben der Geschwindigkeit ist es die Tatsache zu wissen, dass man den anderen im Rennen genauso oder sogar noch mehr Schmerzen bereiten kann.
Zu merken, wozu der eigene Körper in der Lage und was er leisten kann.
Doch das Beste an der ganze Sache ist: man kann mehr essen!

Gibt es etwas, was du manchmal am Radsport hasst?

Richtig ätzend sind lange, kalte und feuchte Winter = ausweichen auf die Rolle. Nichts ist langweiliger als im Winter auf der Rolle zu trainieren.

Was zeichnet einen guten Rennrad-Fahrer aus?

Radsport fängt im Kopf an und hört in den Beinen auf. Dem besten Rennfahrer nützen die besten Beine nichts, wenn der Kopf nicht mitspielt.
Hinzu kommt noch etwas Talent, Fleiß, Zielstrebigkeit, die Fähigkeit sich immer wieder aufs Neue selbst motivieren zu können, taktisches Verständnis und mit seinem Körper an seine absoluten Grenzen gehen zu können.
Nicht zu vergessen sind die Personen die im Hintergrund agieren; sei es der Radwechseln bei Defekt im Rennen, die Massagen nach den Belastungen, Trainingspläne, die Sponsoren etc.!