Julius Reiff

geb. 1989
Radsport seit 2009
Gewicht 67 kg
Größe 171 cm
Wohnort Münster
Verein HSG Uni Greifswald
Teams

seit 2012 BMT

Kategorie Elite A
Lieblingsrennen Hölle des Nordens und Münsterland Giro
Motto Die Führung wird erst abgegeben wenn hinten einer weint. :D
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Julius Reiff Fahrer im BIKE Market Team
Julius Reiff (© BIKE Market Team)


Berg +++ Sprint +++++
Ausreißer ++++ Zeitfahren ++

Wie wurde der Radsport zu deinem Sport - wie hat alles angefangen?


Nachdem mein Vater und ich aus Spaß beim freien Fahren bei Rad am Ring teilgenommen hatten kamen wir auf die Idee das 24h-Rennen am Ring zu fahren. So kam eins zum anderen. 2010 bin ich meine ersten Hobbyrennen gefahren und begann ernsthaft zu trainieren. In der folgenden Saison konnte ich in der Hobby- und Jedermannklasse für meinen Verein einige Podiumsplätze einfahren. Als ich dann angesprochen wurde, im nächsten Jahr für das neue Bike Market Team zu fahren musste ich keine Sekunde zögern.

Das Idol deiner Jugend?


Fabian Cancellara. Die Art und Weise wie er Rennen gewinnt ist einfach einzigartig. Ob auf dem Pflaster bei Paris-Roubaix oder bei einer Tour Etappe, wo er den Sprintern den Sieg vor der Nase wegschnappt. Da macht es einfach Spaß zuzugucken. So auch im Frühjahr 2013 bei der Flandern Rundfahrt. Als Sprinter ist es natürlich immer spannend anzuschauen wie Cavendish einen Sieg nach dem anderen einfährt.

Welches Rennen würdest du gerne mal fahren?

Rheder City Nacht. Das Rennen ist nur wenige Kilometer von meiner Heimat entfernt und ich bin trotzdem nie da gewesen. Das würde ich gerne nachholen. Bleibt nur zu hoffen, dass das Rennen nochmal ausgetragen wird.


Dein größter Erfolg auf dem Rad?


Mein größter Erfolg war mein 2. Platz in Loitz (A/B/C) und der Aufstieg in die B-Klasse. Ich hatte es an diesem Tag in die Ausreißergruppe geschafft. Die Gruppe ist durchgekommen. Den Sprint konnte ich nicht gewinnen, aber ich war froh bei dem hohen Tempo überhaupt mitzuhalten. Aber eigentlich war die gesamte letzte Saison aus meiner Sicht ein Erfolgserlebnis. In besonders guter Erinnerung bleiben einem die Rennen wo man durch gute Teamleistung etwas erreicht hat. Für mich persönlich war es auch ein Erfolg 2013 bei der Hölle des Nordens gut abzuschneiden. Im Vorjahr bin ich trotz guter Form aus dem Pflaster noch kläglich gescheitert.

Was liebst du am meisten am Radsport?

Während des Rennens oder bei vielen Trainingseinheiten frage ich mich oft, wieso ich das alles mache. Aber nach einem Rennen, das gut lief weiß man immer sofort wofür man sich gequält hat. Hinzu kommt, dass der Radsport viele verschiedene Aspekte vereint. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob der Fahrer mit den besten Beinen gewinnt. Aber die taktischen Feinheiten machen die Rennen erst spannend. Man kann immer vorne sein und das Rennen verlieren oder eben zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Aber neben alledem ist das Gefühl sich aus eigener Kraft schnell fortzubewegen unbezahlbar. Wenn ich gerade nicht selber fahre gibt es natürlich nichts besseres als die Frühjahrsklassiker im Fernsehen zu gucken.

Gibt es etwas, was du manchmal am Radsport hasst?

Das Wintertraining und die daraus resultierenden Frostbeulen. Fast noch schlimmer ist es, wenn man auf die Rolle ausweichen muss. Gegen die Monotonie ist mir leider noch kein Mittel eingefallen. Desweiteren hasse ich es, den entscheidenden Moment zu verpassen, leider ist mir das schon viel zu oft passiert.


Was zeichnet einen guten Rennrad-Fahrer aus?


Ein Rennfahrer ist dann ein guter Rennfahrer, wenn er mit schlechten Beinen trotzdem ein gutes Rennen fährt. Nur wenige Rennfahrer schaffen es mit nur einer Attacke in eine Spitzengruppe zu kommen oder immer das richtige Hinterrad zu erwischen. Leider kann man das nicht wirklich gut trainieren…

Julius Reiff mit dem Cube Teamrad Litening C:62 Pro
Julius Reiff mit dem Cube Teamrad Litening C:62 Pro