15. ScanHauscup Marlow

Heimrennen in Marlow - immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis für die Fahrer, die Teamleitung und den Hauptsponsor. Denn Selten ist das ganze Team so zahlreich vereint wie an diesem Wochenende.

Dementsprechend hoch sind natürlich auch die Erwartungen aller Fahrer an die zwei Rennen. Besonders wenn man das letzte Jahr zum Vergleich nimmt, als das BMT beim Rennen auf dem Stadtkurs das ganze Podium besetzen konnte.

Rundenrekordfahren

Wieder im Programm war dieses Jahr das Rundenrekordfahren auf dem 1,3km langen Stadtkurs in Marlow. Hier starteten Julius, Tjorden, Gregor und Benjamin vor zahlreichem Publikum, um die Bestzeit auf den Asphalt zu brennen. Doch auch Fahrer von KED Stevens, dem Picardellics Velo-Team Dresden und der Sportorthopädie Hoffmann aus Schwerin ließen sich die Teilnahme nicht entgehen.

Und bis zum Schluss veränderten sich immer wieder die Zeiten, doch kein BMT'ler auf dem Podium. So lasteten die Hoffnungen auf das erste Podium auf dem Schlussfahrer Benjamin. Und dieser lieferte - mit einer Zeit von 1,37:68Min hob er sich noch einmal von den KED Stevens Fahrern Henrik Pakalski (1,39:18Min) und Sebastian Schmiedel (1,41:08Min) ab.

Damit war das erste Podium des Tages vollbracht, die Teamleitung und Chef Jörg Bänder vollends zufrieden.

Rundstreckenrennen auf dem Stadtkurs

Vom Vorjahr und dem ersten Tagessieg motiviert galt es am Nachmittag sicher der starken Konkurrenz dieses Jahr zu stellen. Denn schon vorher kündigten sich LKT Team Brandenburg, P&S Team Thüringen und viele mehr mit starken Fahrern an.

Und mit fast 120 Startern standen so viele Fahrer wie selten zuvor am Start in Marlow.

 

Und natürlich wurde von Anfang an ein hohes Tempo gefahren, sodass sich das Feld sehr schnell in die Länge zog. Immer dabei Fahrer des BMT, die fast alle Attacken neutralisieren konnten.

 

Nur einer setzte sich frühzeitig als Solist ab und gab dem gesamten Feld eine schwierige Aufgabe - Richard Banusch vom LKT Team Brandenburg. Schnell fuhr dieser einen Vorsprung von 20 Sekunde und mehr heraus. Damit blieb das Tempo auf dem Kurs die ganze Zeit hoch und die ersten Fahrer mussten nach erst 7 gefahrenen Runden aus dem Rennen nehmen lassen, da diese überrundet wurden. Im Verlauf des Rennens sollte das noch viele Fahrer von verschiedensten Teams treffen.

Nichts desto trotz war das Bike Market Team immer vorn mit zu finden und führte dem Ausreißer nach.

Nach über der Hälfte der 50 zu fahrenden Runden setzte sich dann auch eine Gruppe von 6 Fahrern ab, um den Ausreißer mit aller Kraft einzuholen. Mit dabei auch Benjamin, welcher aber dem hohen Tempo seinen Tribut zollen musste, und aus der Gruppe fiel. Zusammen mit Henrik Pakalski fuhren beide der Gruppe hinterher und hielten den Abstand konstant.

Zum Glück für Benjamin kam aber Gregor mit seiner 5 Mann starken Gruppe an die beiden heran und erleichterte die Nachführarbeit. In der Zwischenzeit kamen die Verfolger an den Solisten Banusch heran. Als die damit neue Verfolgergruppe mit Gregor und Benjamin nochmals näher heran kam, zog die Spitze das Tempo entscheidend an und machte klar, dass kein Herankommen mehr stattfinden wird.

Schlussendlich gewann Lucas Carstensen vom Team Bike AID das Rennen im Endspurt vor dem stärkesten Fahrer des Tages Richard Banusch und Max Lindenau vom Stevens Racing Team.

Benjamin und Gregor fanden sich nach dem Sprint des Verfolgerfeldes auf Platz 9 und 10 wieder.

Im Hauptfeld, welches 5 Runden vor Schluss auf Grund von drohender Überrundung herausgenommen wurde, platzierten sich Halvard und Stefan Gaebel auf Platz 29 und 33.

 

Ergebnisliste: https://www.herzog-sport.de/_dok_erg/20180421str_marlow_erg.pdf

Rundstreckenrennen am Sonntag

Am Sonntag folgte auf der 15km Runde außerhalb von Marlow das zweite Rennen des ScanHauscups. Da die Ausgangslage für eine Wiederholung des Omniumsieges beider Tage sehr schlecht war, konzentrierte sich das Team auf ein Tagesergebnis.

Beinahe Windstille Bedingungen sorgten auch in diesem Rennen für ein hohes Tempo - am Ende stand ein 45km/h Schnitt auf den Tachos der Fahrer.

Erneut fuhr das BMT aufmerksam und ließ keine Attacke gewähren.

Im Verlauf der ersten 5 Runden außerhalb von Marlow blieb das gesamte Feld auch zusammen und nur einzelne Unachtsamkeiten von Fahrern führten zu kleinen Aufregungen.

Bei der ersten Ortsdurchfahrt in Marlow wurde die Situation erst angespannt, da wie jedes Jahr die Kuchenprämie des örtliche Bäckers zu Buche stand. Leider konnte hier kein Fahrer von uns eingreifen. Schlimmer noch, Benjamin kam zu sturz - zum Glück ohne Folgen. Er fuhr das Rennen weiter und kehrte nach erst in ein abgehangendes Feld zurück und dann an das Hauptfeld mit Unterstützung des aufmerksamen Maxi, der sich nach hinten fallen ließ.

 

Parallel dazu schaffte es Jonas, sich für über eine halbe Runde vom Feld als Solist zu lösen.

Danach blieb das Feld weitestgehend zusammen. Hektik kehrte vor Passage des Stadtkurses ein, da sich jedes Team optimal für die 3 Ortsdurchfahrten platzieren wollte. Dabei zerteilte sich das BMT und war verstreut.

Und überraschender Weise blieb es für alle Fahrer nicht bei den 3 Durchfahrten - nein, schon nach einer Runde bekamen die Fahrer fälschlicherweise das Glockenzeichen für die letzte Runde!

Im darauffolgenden Sprint gewann Robert Jägeler vom P&S Team Thüringen vor dem Vortagessieger Lucas Carstensen und Jonathan Dinkler, ebenfalls vom P&S.
Bester BMT'ler des Tages wurde Stefan Gaebel auf Platz 24. 

Wie er später sagte, hat das Team sich für die Arbeit an diesem Tage leider nicht belohnt und ging gänzlich leer aus. Auch in der Omniumswertung kam keine Verbesserung zu stande und Gregor war auf Platz 17 Teambester.

 

Fotos: Florian Gaertner