Im Test: das Teamrad Cube Litening C:62 Pro

Nachdem wir bisher immer auf Rädern aus dem Hause Merida/Centurion unterwegs waren, gab es dieses Jahr erstmals ein Cube. Um genau zu sein fahren wir diese Saison auf dem Cube Litening C:62 Pro unsere Rennen. Das Fazit vorab: das Litening ist eine echte Rennmaschine!

Schon bei der Größenwahl im Herbst konnten wir an den Geometriedaten erkennen, dass es sportlich wird. Das Oberrohr ist bei gleicher Rahmengröße länger, das Steuerrohr kürzer. Man braucht also keine -17° Vorbauten um eine schön gestreckte und tiefe Rennposition einnehmen zu können. Nachdem wir das Litening bei der Teampräsentation entgegennehmen durften, nutzten wir die nächsten Trainings gleich euphorisch um das Rad dem ersten kleinen Test zu unterziehen:

Jeder Fahrer nimmt in der Regel einige kleine Individualisierungen vor z.B. spezielle Sättel oder Lenker und natürlich die eigenen Powermeter. Aber schon in der gelieferten Ausstattung geht unser neues "Arbeitsgerät" richtig gut nach vorne!

Wie schon im letzten Jahr, haben wir eine elektronische Schaltung am Rad. Man kann zwar auch mechanisch problemlos Rennen fahren, aber mit der Ultegra DI2 klappt der Gangwechsel halt nochmal ein bisschen schneller und besser als mit der althergebrachten Variante. Ganz davon abgesehen, dass man sich nicht mehr um die Justierung des vorderen Umwerfers kümmern muss und auch schlecht laufende Züge der Vergangenheit angehören.

Die Anbauteile sind fast vollständig aus Carbon, was sich mit 7,4 kg erfreulich auf der Waage niederschlägt. Neben Rahmen, Gabel und Sattelstütze ist selbst der Lenker beim Litening ein aerodynamisch gestalteter Carbonlenker. Das Tretlager des leichten Carbonrahmens fällt extrem wuchtig aus, was zusammen mit dem speziell geformten Unterrohr für reichlich Steifigkeit im Tretlagerbereich sorgt. Zumindest vom Gefühl her ging in den ersten Trainingssprints kein Watt zuviel im Tretlagerbereich verloren. Allgemein fühlt sich der Rahmen sehr steif an und hat außerdem eine schön agile Geometrie, die nicht erst mühsam in die Kurve gezwungen werden muss. Genau das richtige für die vielen Rundstreckenrennen und Kriterien im Norden! Die mitgelieferten Fulcrum Racing Fifty Five sind (im positiven) unauffällige Begleiter, die mit Sicherheit für viele Trainingskilometer gut sind. Mit ihrem Gewicht von unter 1700g und ihrer Steifigkeit sind auch sie jeder Herausforderung gewachsen. Im Rennen haben wir allerdings für die meisten Situationen eigene Carbonlaufräder um das Rad nochmal für den Anspruch des Rennens zu optimieren.

 

Wir freuen uns schon sehr auf die ersten Rennen mit diesem reinrassigem im wahrsten Sinne des Wortes Rennrad!

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