Laufradbau - Teaser

Gute Wahl fürs Training oder als Ersatzrad unsere Fulcrum Racing 7
Gute Wahl fürs Training oder als Ersatzrad unsere Fulcrum Racing 7

Im BIKE Market Team bekommen wir alle vom BIKE Market unsere Rennräder gestellt. Hier und da tauschen wir einzelne Teile des Rades aus, wenn wir ganz spezielle Vorlieben haben. Racky hat einen Lieblingslenker, der eine oder andere sitzt nur auf einem bestimmten Sattel "bequem", und viele montieren ihren eigenen Leistungssensor.

Die weitaus individuellste Veränderung stellen aber die Laufräder dar. Die mit dem Rad ausgelieferten Fulcrum Racing 7 sind für das Training treue Begleiter, im Rennen fahren aber praktisch alle Fahrer des BMT eigene Laufräder.

Warum sind Laufräder so wichtig, dass hier jeder seine eigenen Vorlieben hat?

  • Das Gewicht zählt doppelt.
    Laufräder müssen nicht nur in Fahrtrichtung beschleunigt werden, auch die Rotation kommt nicht von allein zustande.
  • Die Aerodynamik ist hier besonders wichtig.
    Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Da das Laufrad oben doppelt so schnell ist wie das Rad, muss hier der vierfache Windwiderstand überwunden werden.
  • Die Optik
    Zu guter letzt kann man mit den Laufrädern die Optik eines Rades sehr stark beeinflussen.
Laufräder verändern die Optik eines Rades besonders.
Laufräder verändern die Optik eines Rades besonders.

Was zeichnet also ein gutes Laufrad aus?

  • Geringes Gewicht
    Beim Gewicht ist besonders das Gewicht der Felge interessant, da dieses ganz außen ist und damit der Trägheit am meisten Angriffsfläche liefert.
  • Gute Aerodynamik
    Hochprofilfelgen und (wenige) Messerspeichen sind die wichtigsten Faktoren um eine gute Aerodynamik des Laufrades zu erreichen
  • Hohe (Seiten-)Steifigkeit
    Insbesondere am Hinterrad ist die Seitensteifigkeit nicht ganz einfach zu erreichen, da dieses nicht symmetrisch aufgebaut ist (Abstand Nabenflansch zu Nabenmitte).
  • (Schicke, zum Rad passende Optik)

Einige dieser Punkte widersprechen sich gegenseitig. So sind Hochprofilfelgen schwerer als flache Felgen, bieten aber bessere Aerodynamik. Wenige Speichen sind gut für Aerodynamik und Gewicht, verringern aber die Steifigkeit des Laufrades. Die Aerodynamik kommt allerdings auch erst bei höheren Geschwindigkeiten so richtig zum tragen. Unterhalb von 35-40 km/h dominiert noch der Rollwiderstand bevor dann die Aerodynamik immer wichtiger wird. Es gilt also, den besten Kompromiss für die persönlichen Vorlieben und evtl. sogar für einzelne Rennen oder Arten von Rennen zu finden.

Gregs Eigenbau im Renneinsatz
Gregs Eigenbau im Renneinsatz

Welche Laufräder fährt nun das BIKE Market Team?

Fast alle unsere Fahrer benutzen im Rennen Carbon-Laufräder. Carbonfelgen sind leicht, und meist mit tiefem Profil auch aerodynamisch optimiert. Die meisten setzen außerdem auf Schlauchreifenfelgen, da diese deutlich leichter sind (das Drahtreifen-typische "Horn" lässt sich nur mit hohem Materialeinsatz stabil mit Carbon bauen) und über bessere Notlaufeigenschaften verfügen. Sollte im Rennen mal die Luft entweichen, kann man problemlos weiter fahren ohne das der Reifen von der Felge springt, wie dies bei Drahtreifen schnell passieren kann. So schafft man es bei Rundstreckenrennen bis zum Materialdepot und bei Straßenrennen kann man so lange weiter fahren, bis der Materialwagen kommt.

Die Art der Carbon-Laufräder unterscheidet sich allerdings von Fahrer zu Fahrer sehr stark. Max und Lars zum Beispiel fahren gerne mit 88mm tiefen Felgen. Gregor hingegen ist meist mit "nur" 38mm tiefen Felgen unterwegs. Die meisten anderen liegen dazwischen irgendwo im Bereich von 50mm.

Da "Marken" Carbon-Laufräder nicht ganz billig sind, weichen mittlerweile viele Fahrer auf "no-name" Laufräder aus. Carbonfelgen kann man seit einigen Jahren auch als Endverbraucher günstig direkt aus Fernost beziehen. Die Qualität dieser Felgen ist in der Regel genauso gut, wie die der Felgen, welche in Markenlaufrädern verbaut sind. Auf der Strecke bleibt hier natürlich die Garantie bzw. Gewährleistung, die hier in Europa selbstverständlich sind. Auch die chinesischen Händler bieten mittlerweile eine Garantie auf die Haltbarkeit ihrer Felgen, aber die Abwicklung eines solchen Garantiefalls ist im Falle des Falles wohl so aufwendig, dass eine Neuanschaffung möglicherweise mehr Sinn macht.

Mit ein bisschen Übung und den richtigen Speichen und Naben kann man dafür dann Laufradsätze bauen, die genau auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden und den Geldbeutel nicht so sehr belasten. In den seltensten Fällen sind es außerdem die Felgen, die kaputt gehen. Meist kriegen eher die Speichen bei einem Sturz oder "Feindberührung" etwas ab. Mit ein paar Ersatzspeichen lässt sich sowas dann problemlos wieder beheben.

Im Team ist Gregor unser Laufrad-Spezi. Er baut bereits seit Jahren in der Freizeit Laufräder und hat auch schon das halbe Team ausgestattet.

Wie das genau funktioniert, erfahrt ihr demnächst.

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