BMT mit Tageserfolgen bei der ORF

© Rebecca Sadowsky
© Rebecca Sadowsky

Bei der internationalen Oderrundfahrt in Frankfurt (Oder) startete das BIKE Market Team über 5 Etappen. Die Konkurrenz war hart. Martin und Gregor gelangen Top 20 Tagesplatzierungen.

Der erste Tag startete für die knapp 100 Sportler mit einem Rundkurs im Stadtzentrum. Hier wartet eine Rampe, die es auf 75km 50x zu bewältigen gilt. Der Kurs wird außerdem durch enge Kurven anspruchsvoll, denn wer hinten fährt, für den wird das Rennen noch schwerer. Die Positionskämpfe bestimmen das Rennen so von Beginn an. Außerdem sorgen Wertungssprints mit Zeitbonifikationen dafür, dass das Rennen nie an Fahrt verliert. Jonas Tenbruck (Racing Students) gelang schließlich zusammen mit Henner Rödel (Team Ur-Krostitzer Giant) die Flucht. Tenbruck siegte und übernahm das gelbe Trikot. Für uns hieß es an diesem Tag eigentlich nur überleben. Wir wollten nicht zu viel Zeit verlieren und uns somit Chancen in der Gesamtwertung erhalten. Auf einen Tageserfolg hofften wir nicht, da unsere Jungs schon in den letzten Jahren nie so recht warm mit dieser Strecke wurden.

Top 3 Tagesergebnis:

Tobi 49, Martin 51, Gregor 55

Der zweite Tag hielt einen richtig langen Kanten über 162km bereit - flach - aber an diesem Tag geprägt durch starken Wind. Die schmalen Straßen boten somit die perfekte Voraussetzung für gefährliche Windkanten. Entsprechend stark zersplitterte das Feld in viele kleine Gruppen. Gregor zeigte an diesem Tag eine starke Leistung und fuhr in der größeren Spitzengruppe, bis sich daraus nochmal die Topfahrer lösten. Ihm gelang so ein sehr guter 21. Platz. In der Gruppe dahinter folgten Julius als 37. und Jarno als 41.

Der dritte Tag startete mit einem Einzelzeitfahren über 20 km. Während sich die Helfer hier versteckten und es gemächlich angingen, ging es hier für alle die ums Klassement fahren wollten ums Ganze. Gregor bewältigte die Strecke in 27:00 min und war damit auf Rang 40 der beste BMT Starter (Tobi 44, Janko 49). Unsere Hoffnung war somit, dass es uns bei den beiden schweren Folgeetappen mit Unterstützung des Teams gelingen würde Gregor in die Top 20 zu fahren. Da Platz 26 in der Gesamtwertung zu Buche stand, schien dies ein realistisches Unterfangen. In der Gesamtwertung hatte das Zeitfahren unterdess einiges durcheinander gewirbelt und das gelbe Trikot auf Jan Tschernoster (Team Rose NRW) gewechselt.

Beim Güldendorfer Bergpreis am Nachmittag warteten wir gespannt ob eins der Topteams bereits den Großangriff wagen würde. Der blieb zwar aus, aber vor allem weil das Rennen die gesamte Zeit über extrem schnell gehalten wurde. Gregor fiel dem Tempo zum Opfer. Offenbar hatte er sich noch nicht vollständig vom Zeitfahren vom Vormittag erholt und konnte den Attacken nicht standhalten. Dagegen hatte nun Martins Stunde geschlagen. Er flog den Berg immer wieder mit der Spitze hinauf und wurde am Ende starker 19. (Tobi 44, Gregor 45). In der Gesamtwertung dagegen waren unsere Chancen auf eine Top 20 Platzierung dahin. Martin konnte am Berg nicht genug Zeit auf die Konkurrenz gewinnen und Gregor dagegen verlor zu viel.

Das Finale fand wie gewohnt am berüchtigten Zeisigberg statt. Dieser eklige Kopfsteinpflasterberg zwang einen Großteil des Feld in den vergangenen zwei Jahren zum Schieben. Diese Jahr präsentierte er sich trotz Waldbeschattung trocken und konnte somit durchgängig vom gesamten Feld befahren werden. Trotzdem fielen von Beginn an Fahrer zurück und konnten dem hohen Tempo nicht folgen. Tobi und Martin machten hier die beste Figur und kamen auf Rang 28 und 30 ins Ziel während die Top Teams nochmal alles im Kampf um die Gesamtwertung und das Podium gaben. In Gelb blieb Jan Tschernoster. Mit einem Tagessieg sicherte sich Jonas Tenbruck den 2. Gesamtrang vor Hans Pirius (Team Ur-Krostitzer Giant).

Unsere Jungs ließen in dieser Rundfahrt immer mal wieder ihre Klasse aufblitzen. Leider gelang es diesmal keinem unserer Fahrer trotz geschlossener Teamunterstützung eine konstante Leistung über die 5 Etappen zu zeigen. In der Gesamtwertung steht am Ende Martin als Bester mit Platz 34 sowie die Tagesplatzierungen von Gregor und Martin. Ein insgesamt versöhnliches Ergebnis.