GEFÄHRTen bis ans Limit

© Paul Fleischer
© Paul Fleischer

Der Puls rast, die Beine brennen, einzig und allein der Wille treibt den Körper noch voran und fordert die letzten Reserven. Das Rad wird in die Kurve gezwängt, die Schaltung unter Last den Fähigkeiten der Muskulatur angepasst und dann heißt es ein letztes Mal alles zu geben, beschleunigen bis die Erlösung durch den Zielstrich naht...

 

Unser Gefährte das Centurion Gigadrive 4000 Di2 im Belastungstest:

Seit März ist das Centurion  Gigadrive 4000 mit Di2 bei Training und Wettkampf im Einsatz, ausreichend Zeit das Rad im Detail kennen und lieben zu lernen und wie in jeder Liebesbeziehung über kleine Schwächen hinwegzusehen.

 

Steifigkeit - die inneren Werte stimmen

Was macht ein Rennrad eigentlich renntauglich? Das ist zum einen ein hoher Steifigkeitswert im Tretlager. Dann wird die Tretenergie direkt in Vortrieb umgewandelt und geht nicht in Verwindungen verloren. Zum anderen aber auch ein hoher Steifigkeitswert im Steuerkopf um ruhiges Fahrverhalten zu gewährleisten. Glücklicherweise macht Centurion hier keinerlei Kompromisse und präsentiert ein Rad das bei Steifigkeitstests sehr gut abschneidet und bei uns ein schnelles und williges Fahrgefühl hinterlässt.

 

Gewicht - ein paar Gramm mehr, aber wen stört das schon

Der Carbonrahmen nebst Gabel und Steuerlager ist sehr leicht. Sowohl die Laufräder (Fulcrum Racing 7), als auch die elektronische Schaltgruppe (Shimano Ultegra Di2) bestimmen das Gewicht das Rades von 7,7 kg maßgeblich. Im Vergleich zu Mitkonkurrenten mit ähnlicher Ausstattung ist das Gewicht etwas höher, dafür der Preis des Rades von 3199€ aber günstiger. Und mal ehrlich was will man mehr!

 

Laufräder - für den großen Auftritt in Schale werfen

Mit den Fulcrum Racing 7 Laufrädern ist das Rad im Auslieferungszustand mit stabilen Trainingslaufrädern ausgestattet, die durch Seiten- und Torsionssteifigkeit überzeugen. Im Wettkampf passen die meisten Fahrer des Teams die Laufräder  den Anforderungen des Rennens an und wechseln für mehr Aerodynamik oder aber weniger Gewicht. Die restlichen Anbauteile des Rades sind solide ausgewählt.

Schaltung - Liebe kann man doch erklären!

Bei der Ultegra Di2 sind sich alle einig: ABSOLUTER HAMMER! Die elektronische Schaltung schaltet zuverlässig, ohne Verzögerung und sehr präzise. Betrieben wird die Schaltung mit einem kleinen Akku in der Sattelstütze. Natürlich hat man durch die zusätzlichen Komponenten der elektronischen Schaltung ein paar Gramm zusätzliches Gewicht am Rad, der Schaltkomfort hebt diesen kleinen Nachteil jedoch wieder auf. Denn durch die Di2 ist es  nun auch möglich zuverlässig unter großer Tretlast die Kettenblätter zu wechseln. Dies funktionierte bei der klassischen mechanischen Schaltung nicht immer reibungslos. Mit der Di2 können die Fahrer so schneller auf die jeweilige Rennsituation reagieren und Defekte aufgrund von fehlerhaften Schaltvorgängen bleiben aus. 

Klar ist aber auch, ist der Akku leer, wird auch nicht mehr geschaltet. Der Ladestand kann jederzeit getestet werden. Dazu werden beide Schalttasten gedrückt gehalten. Ein grünes Dauerlicht bedeutet 100% Kapazität, grün blinkend 50%, rot leuchtend 25% und rot blinkend leer. Wenn der Ladezustand während der Fahrt unter 25% fällt, leuchtet automatisch eine rote Warnlampe. Dann soll der Akku aber noch mindestens 250km halten. Zuerst fällt dann der Umwerfer aus, erst später das Schaltwerk. Grundsätzlich ist die Akkulaufzeit von der Anzahl der Schaltvorgänge abhängig. Bei uns kommen die Fahrer mit einer Akkuladung ca. 2000 km weit. Erst dann heißt es aufladen.

 

Optik - Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Uns gefällt das Rad mit seiner schlichten Eleganz hervorragend, das Design ist ansprechend und zeitlos zugleich. Genau das richtige für eine dauerhafte Beziehung.

© Paul Fleischer
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