Gregor auf Rang 4 beim Wernigeröder Radsporttag.

Dieses Jahr durfte Gregor nach langer, A-Klasse-bedingter Pause endlich mal wieder bei seinem Lieblingsrennen im Harz an den Start gehen. Unterstützt wurde er im Feld von Janko und im Materialwagen von Max, der nach seinem Sieg in Ascheffel nicht mehr startberechtigt war.

Da dieses Jahr eine Straße aufgrund einer Baustelle nicht befahrbar war, wurde die Strecke von 128 auf 139 Kilometer verlängert und eine weitere ernstzunehmende Bergwertung eingebaut. Für die B/C-Klasse war das schon eine sehr anständige Distanz, was Gregor aber tendenziell entgegen kommt.
Die ersten knapp 40 Kilometer ging es recht flach im großen Feld (ca. 150 Männer, Senioren und einige Frauen) durch das Harzvorland, bevor es in Blankenburg in den Harz hinein ging. Die erste Bergwertung sollte nach dem ca. 6km Anstieg zum Ziegenkopf und weiter nach Hüttenrode abgenommen werden. Janko war leider nicht optimal positioniert und musste im Anstieg viele Löcher stopfen. Gregor hatte etwas mehr Positionsglück und konnte sich den Kampf um die Bergwertung aus der Nähe ansehen.
Nach der Bergwertung ging es kurzzeitig auf die Windkante, wo auch gleich einige Löcher in das eh schon dezimierte Feld rissen. Auch Gregor war davon betroffen und musste kurzzeitig um den Anschluss an die Spitzengruppe bangen. Nach 2km war er aber wieder in der Spitze angekommen und konnte sich von da an dort behaupten. Auch Janko fand schnell wieder Anschluss an die Spitze. In Wendefurth (2km, bis zu 14%) bröckelte es am Ende der Gruppe erneut, bevor ein längeres welliges Stück anstand.
Die Entscheidung fiel wie so oft am 3km langen und bis 12% steilen Anstieg nach Sophienhof. Gregor fuhr zwar aufmerksam vorne, konnte aber auch zusammen mit Jan Büchmann (elektroland24 Team) nicht mit den beiden Bergflöhen mithalten, die hier Meter um Meter zwischen sich und den Rest des Feldes brachten.
Nach der Bergwertung bestand das Hauptfeld nur noch aus ca. 35 Fahrern. Auch Janko musste hier leider passen und fand sich in der ersten Verfolgergruppe wieder. Bis zur letzten Bergwertung bröckelten immer wieder einzelne Fahrer heraus, auch wenn es bis dahin eher wellig als bergig war. Vielen machte wohl auch der einsetzende Regen zu schaffen.
An der letzten Bergwertung konnte sich dann Jan Büchmann allein absetzen und die restliche Spitzengruppe schrumpfte auf nur noch 18 Fahrer. Mitlerweile war es wieder trocken, so dass die letzte große Abfahrt nicht ganz so problematisch war. Am Ende wurde Büchmann 3km vor dem Ziel wieder eingeholt und es ging im dezimierten Hauptfeld im Sprint um Platz 3.
Hier musste Gregor sich nur einem Fahrer geschlagen geben und holte damit die Holzmedaille. Der Ärger über die verpasste Podiumsplatzierung währte nicht allzu lange bevor die Freude über den 4. Platz Überhand nahm.
Janko konnte im Laufe des Rennens noch viele abgefallene Fahrer "aufsammeln" und kam als 36. ins Ziel.