Pech und platte Reifen: Harter erster Tag bei der 35. Internationalen Oderrundfahrt

Der „Güldendorfer Bergpreis“ bildete die erste Etappe der 35. Internationalen Oderrundfahrt. Gestartet wurde um 18.00Uhr, es ging auf eine 3,5 Kilometer lange Runde. Insgesamt 1.150 Höhenmeter galt es auf der 87,5 Kilometer langen Etappe zu absolvieren. Harter Tobak! Damit dürften sich die Anwärter auf die Gesamtführung schon am ersten Tag herauskristallisieren. Und so kam es dann auch.

Knackpunkte der Strecke waren der kurze, aber brutale Anstieg und die mit grobem Kopfsteinpflaster  ausgestattete Abfahrt. Für Trinkflaschensammler das wahre Paradies - fast jeder Fahrer schien da seine Flasche mindestens einmal verloren zu haben. Ein echtes Handicap - da die Hitze schon an diesem Abend spürbar war. Verpflegung von außen wurde also nötig. Ein Fahrer hatte dabei Pech, blieb irgendwie an seinem Betreuer hängen, stürzte und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

 

Dieses Pech blieb unseren Jungs zum Glück erspart - dafür hatten sie mit anderen Problemen zu kämpfen. Schon früh erwischte es Racky und Gregor: Reifenschaden. Bis der neutrale Materialwagen zur Stelle war, das richtige Laufrad gefunden wurde und eingebaut war vergingen wertvolle Sekunden, wenn nicht sogar Minuten. Damit war der Traum vom Gesamtklassement für die beiden schnell ausgeträumt. Die eine Runde Rückstand wurde den beiden am Ende sogar mit + 10 Minuten angerechnet, obwohl das Feld nur 5 Minuten für diese Distanz benötigte. Kann man sich drüber streiten!

 

Auch Nils war das Glück nicht hold, er wurde durch die zahlreichen Tempoverschärfungen immer wieder nach hinten durchgereicht. Am Ende stand ihm nur die pure Erschöpfung ins Gesicht geschrieben. Hauptsache durchgekommen und immerhin nicht Letzter!

 

Gut hingegen lief es für Tetze und Martin. Die beiden konnten sich lange im vorderen Bereich des Hauptfeldes positionieren. Gegen Rennmitte allerdings bildete sich eine Spitzengruppe, die das Rennen dann unter sich ausmachte. Am Ende betrug deren Vorsprung rund eine Minute auf die kümmerlichen Reste des ehemaligen Hauptfeldes. Tetze kam auf der 30 rein, Martin auf der 44. Alles was danach kam hatte schon eine Runde Rückstand!

 

Bei Tetze hat dann nach Rennende doch nochmal das Pech zugeschlagen. Ein anderer Fahrer hatte bei einem Richtungswechsel auf der Ausrollrunde nicht aufgepasst, woraufhin Tetze gestürzt ist. Resultat: Leichte Prellung der rechten Hand. Noch am nächsten Morgen war das Handgelenk angeschwollen. Da heißt es für die kommenden Tage: Zähne zusammenbeißen, wie der Racky )nach seinem Sturz auf der Bahn) beim RAAM!

Am nächsten Tag folgt eine Flachetappe. Sicher auch kein Zuckerschlecken bei 162 Kilometern und prognostizierten 34°Celsius!