Zwei harte Tage mit den Profis: Gregor und Marcel bei der DM im Baunatal

Naima Wieczorreck, nwfotografie.com
Naima Wieczorreck, nwfotografie.com

Es ist für jeden ambitionierten Radsportler in Deutschland sicher das Highlight des Jahres: Die Deutsche Meisterschaft. Sich einmal mit den ganz Großen dieses Sports messen. Mit Voigt, Kittel und Greipel im Feld zu fahren war auch für unsere Fahrer - Gregor und Marcel - ein echter Höhepunkt, auch wenn es aus sportlicher Sicht keinen Blumentopf zu gewinnen gab. Dafür waren die Leistungsunterschiede doch zu markant.

Gestartet wurde die DM mit dem Zeitfahren am Freitag (27.06.). Soviel vorweg: Titelaspirant Tony Martin gab sich trotz eines kleinen Umwegs keine Blöße und fuhr den erwarteten Sieg heraus. Für Gregor hingegen lautete die Devise ganz anders: Alles, nur nicht Letzter werden. Eine stolze Runde von insgesamt 44 Kilometern stand auf dem Programm. es galt hierbei 400 Höhenmeter zu absolvieren - alles andere als ein Zuckerschlecken! Zudem waren die Bedingungen alles andere als gut: Regen, Wind und einsetzende Dunkelheit. "Ich bin zwei - dreimal fast vom Rad geflogen", so Gregor nach dem Rennen. "Es war wirklich eine rutschige Angelegenheit". Gestartet sind insgesamt 27 Fahrer, von denen einige nicht so viel Glück hatten wie Greg und tatsächlich auch gestürzt sind. Einige haben auch aufgegeben. Für Gregor wurde es am Ende ein 23. Platz, ins Ziel kamen an diesem Abend 24. "Damit hab ich mein Hauptziel erreicht: Nicht letzter zu werden".

Diese 14% Anstieg sorgten am Ende beim Straßenrennen doch für den Unterschied

Das Straßenrennen war durch eine zusätzliche kleine Schleife noch härter zu fahren. Ein Anstieg von 14% sollte für die nötige Selektion sorgen - das tat er dann auch. Auf der ersten Runde wurde schon Vollgas gefahren. Marcel hatte dort schon leichte Probleme, konnte sich aber wieder an das Feld herankämpfen. Mitte der ersten Runde entstand dann eine kleine Spitzengruppe, das machte den weiteren Rennverlauf deutlich entspannter. "Zwischenzeitlich War es sogar so entspannt, dass Voigt mich angequatscht hat um zu fragen, ob es das Rennen in Mettenhof (Kieler Woche Radrennen) noch gibt, war ja am gleichen tag stattfand. Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis bei einem Rennen mit den Großen des Sport auch einfach mal ins Gespräch zu kommen.", so Gregor, der sich die ganze Zeit schön vorne aufgehalten und bin sogar auch das eine oder andere mal fernsehwirksam in die Führung gegangen ist. Ab der 7. Runde wurde es dann doch Ernst! Der Anstieg wurde richtig schnell angefahren. In Runde acht War dann auch für Gregor Schluss, als das Feld nach dem Hügel auseinander geflogen ist.