Güterlsoh, Steinfurt, Oberhausen, Köln - ein ganz normales Rennwochenende

Sturz von Stefan Lange (BIKE Market Team) beim Radrennen in Köln
Zum Glück war dann doch nichts Schlimmes passiert. Stefan zeigt Galgenhumor.

Das lange Pfingstwochenende lud zu einigen Rennen in ganz Deutschland. Unsere Fahrer gingen in Steinfurt, Gütersloh, Köln und Oberhausen an den Start. Wir haben mal alle Rennen für euch in einem Bericht gebündelt - damit ihr mal sehen könnt, wie anstrengend so ein Rennfahrerleben (selbst auf Amateurniveau) ist. Vom Derny Rennen, bis zum Klassiker in Köln war alles dabei. Es gab harte Rennen mit 48er-Schnitt und leider auch einen Sturz:

Den Beginn machte Stefan am Freitag mit einem Derny-Rennen in Gütersloh. Das eigentliche Radrennen fand wegen Bauarbeiten in einer engen Kurve - in der es auch in den vergangenen Jahren immer mal wieder Stürze gab - leider nicht statt. "Es war schon ein besonderes Feeling, hinter diesen unglaublich lauten Maschinen her zu fahren, dazu dann noch dieser milde Sommerabend, da kam schon ein besonderes Feeling auf", so Stefan nach dem Rennen. Es gab ein Ausscheidungsrennen, von denen die ersten sechs am Ende den Sieg unter sich ausfuhren. Stefan kam auf der etwa einen Kilometer langen Runde in der abendlichen Sonne als achter rein, hatte somit frühzeitig Feierabend und genoss den restlichen Abend mit seinen Teammitgliedern beim angrenzenden Weinfest - natürlich alles in Maßen, aber ein bisschen Spaß muss ja auch sein!

Am Samstag ging es dann in Steinfurt ordentlich zur Sache: Ein flacher Kurs mit einer Kopfsteinpflaster-Zielpassage. Am Ende des Kriteriums stand ein - die Beine zum platzen bringender - 48er Schnitt auf dem Garmin. Höllehöllehölle. Fast alle bekannten KT-Teams waren am Start. Stefan hat sich an diesem Tag ausschließlich für Tetze (Tobias) eingesetzt. "Er hat sich wirklich gut verheizt für mich", sagte Tobias am Ende dankbar. "Mit meinem 14. Platz können wir am Ende - vor allem mit Blick auf dieses beachtliche Starterfeld - sehr zufrieden sein. Wir haben auch noch ein paar Prämien erfahren können". Für Gregor lief es von Beginn an leider nicht so gut. Ob es nun das Wetter war, oder der Defekt, leider hat er nie so richtig ins Rennen gefunden. Marcel und Lukas starteten im C-Rennen und konnten sich im Feld behaupten. Für eine Platzierung hat es dann aber auch hier nicht gereicht.

Zu den Rennen in Oberhausen und in Köln hat Gregor ein paar Zeilen verfasst: "In Oberhausen gab es eine 4 Kilometer lange Runde mit einem ordentlichen Hügel. Es waren sehr viele Zuschauer vor Ort, insbesondere am Anstieg. Es gab viele Bierpilze, Flohmärkte, es wurde gegrillt. Eine tolle Stimmung am Streckenrand! Marcel durfte zuerst in der C-Klasse ran. Er hatte am Berg keine Probleme, sich vorne im Feld aufzuhalten. Aus Attacken hat er sich aber raus gehalten und auf den Sprint gesetzt. Am Ende gab es dann einen Massensprint und Marcel war gut positioniert. Die größeren Teams haben ihn dann aber total eingebaut, sodass er vorne nicht mehr eingreifen konnte. So kam er in den Top 30 rein. Das A/B Rennen war wieder Ultra stark besetzt: Stölting, Jo Piels, Heizomat, und viele andere die einem das Leben schwer machen. Die B-Klasse bekam eine Minute Vorsprung und Tetze mischte bei denen gut mit. In der A-Klasse gab es keine Einigkeit. Der Vorsprung der B-Fahrer wuchs eher an. Eine Gruppe hat sich dann aber doch abgesetzt und ist zu den B-Fahrern gelangt. Stefan und ich waren leider nicht dabei. Nach gut der Hälfte der 120 Kilometer haben dann auch wir dann auch das Feld der B-Fahrer eingeholt. Vorne waren dann aber schon drei Fahrer weg. Nach rund 70 Kilometern habe ich dann Magenkrämpfe bekommen und musste dadurch leider aufgeben. Tetze und Stefan haben sich gut geschlagen. Am Ende hat sich das Rennen komplett zerlegt. Stefan und Tetze lagen im Sprint etwa auf Platz 30. Tetze konnte sich immerhin noch in der Sonderwertung für den besten B-Fahrer einen vorderen Platz ersprinten. In Köln durften wir dann alle gemeinsam starten. Der 2,2 Kilometer lange Kurs war ohne nennenswerte Schwierigkeiten und daher traditionell hektisch und nervös zu fahren. Stefan bekam gleich in der zweiten Runde ziemlich weit vorne liegend eine heftige Welle ab und stürzte. Ein Fahrer fuhr ihm am Boden liegend noch in den Rücken. Noch etliche Runden mussten wir im Vorbeifahren mit ansehen, wie Stefan erst eine Halskrause, dann eine Vakuummatratze und später noch eine Infusion bekam. Die Lust auf Rennen war uns allen damit ziemlich vergangen. Wir verständigten uns darauf, dass ich aussteige und mich erkundige, wie es ihm geht. Ich konnte dann zum Glück feststellen, dass er bei Bewusstsein und sogar relativ guter Laune war. Nachdem er in das Sanitätszelt gebracht worden war, sollte ich erstmal einen Selfie von uns machen. Stefan musste zur Untersuchung ins nahe gelegene Krankenhaus um eine Schädigung der Wirbelsäule auszuschließen. Tetze und Marcel drehten weiter Ihre Runden im Feld, hielten sich aber aus dem Chaos an der Spitze raus. Ich konnte Ihnen immerhin signalisieren, dass es Stefan den Umständen entsprechend gut ging. Am Ende sprintete Tetze noch halbwegs mit, aber mit dem Bild von Stefan vor Augen natürlich mit angezogener Handbremse. Am späten Nachmittag konnten wir Stefan dann aus dem Krankenhaus mitnehmen und uns auf den Weg nach Hause machen."

Stefan hatte Glück im Unglück: "Es war ein Adam von der Karnevalsgesellschaft KG Blau-Weiss Alt Lunke von 1936 e.V., der sich als Erster um mich gekümmert hat, guter Mann - lieben Dank dafür. Es war dann Gott sei Dank doch keine weltbewegenden Verletzungen. Zur Sicherheit hat man mich mit Blaulicht in Krankenhaus gebracht, doch ich konnte noch am gleichen Tag zusammen mit den Jungs zurück nach Hause fahren", so der Pechvogel des Tages. Bleibt zu hoffen dass der Sturzteufel jetzt vertrieben ist - nachdem ja auch Racki, Jule und Max beim BIKE Market Bahn Cup gestürzt waren.