Krefeld-Hüls (KT/A/B/C): Julius steigt zum A-Fahrer auf

Als ich mich am Samstagabend beim 1. Breetlook-City-Radrennen in Krefeld-Hüls einfand um meine Nummer holen und ein Blick auf die Starliste warf dachte ich mir: Das wird nichts! Bei vergangenen Rennen hatte ich bei solchen Konkurrenten auf vergleichbaren Kursen keine Chance und bin auch oft nicht angekommen. KT-Fahrer von den Teams HED und Sparta Prag, sowie starke Amateurteams wie EGN-Rose hatten sich eingefunden. Der Kurs war 1,9 Kilometer lang und war mit vielen engen Kurve gespickt und einer ebenso engen und gepflasterten Zielpassage.

Ich stellte mich in die erste Startreihe und fuhr die erste Runde unter den ersten 8 Fahrern. Erst nach drei Runden gelang es mir mich umzudrehen. Jetzt verstand ich auch wieso vorne so hart gefahren wurde: Wir konnten uns schon nach den ersten Kurven absetzen. Ich konnten das Feld in der Dämmerung schon nicht mehr sehen. Durch die vielen Prämien blieb das Tempo sehr hoch und wir hatten bald eine Minute Vorsprung. Die Gruppe arbeitete immer besser zusammen und wir hatten mit einem Fahrer Hendrik Werner von HED und Tim Klessa von EGN-Rose den "Segen" derer Mannschaften. Trotz allem war es ein hartes und sehr schnelles Rennen.
Kurz vor dessen Hälfte kam die Ansage des Veranstalters, dass das Rennen aus Sicherheitsgründen unterbrochen wird. Einige Fahrer aus dem Hauptfeld hatten sich über die unzumutbaren Bedingungen beschwert: Viele der engen Kurven waren gar nicht beleuchtet, teilweise war Blindflug angesagt! Aber in unserer Gruppe empfanden wir das Problem als nicht so dramatisch. Nach langen Diskussionen zwischen Teilnehmern und Veranstaltern wurde das Rennen schlussendlich fortgesetzt und wir durften wieder mit unserem Abstand von 1:15 Minuten vorraus fahren.
Nach der Pause von rund 20 Minuten hatte ich die Sorge nicht mehr in Fahrt zu kommen. Es ging aber nach den ersten drei Runden wieder ganz gut. Die letzten 10 Runden dagegen wurden nochmal richtig schwer. Das Tempo wurde zeitweise mörderisch und es gab ein paar Attacken, die ich aber alle mitgehen konnte. Bis dahin hatte ich aber einige Körner gelassen und als es dann fünf Runden vor Schluss eine Prämie gab, welche die drei stärksten Fahrer gleich zur Attacke nutzten teilte sich die Spitzengruppe in zwei 3er-Gruppen. Ich fand mich leider in der zweiten wieder. Wir waren uns jedoch einig und wollten nichts anbrennen lassen. In der letzten Runde habe ich dann eine Attacke gekontert und konnte die letzten 1000 Meter durchziehen. Mit dem 4. Platz war ich recht zufrieden, die Form stimmt, der Aufstieg ist gesichert.

Bis bald,

Julius