Rennwochenende in der Pfalz

Für Janko war es schon lange geplant, für Gregor war es eine spontane Aktion: am 24.8., 25.8. und 26.8. waren die Beiden in der Pfalz bei drei Rennen am Start. Nachdem Gregors Vereinskamerad Tammo angefragt hatte, war Gregor schnell zu begeistern, ein Rennwochenende in der Pfalz einzulegen. In Lingenfeld stand ein Kriterium an, in Dierbach ein schönes Rundstreckenrennen mit Anstieg und in Mutterstadt war wieder ein schneller Stadtkurs zu absolvieren.

Am Samstag in Lingenfeld war die 1,5 km Runde mit 5 engen Kurven und einer laaaaaangen Gerade gespickt. Janko musste in der C-Klasse noch bei Regen starten und der Himmel klarte erst zum Ende des Rennens auf. Er tat sich besonders am Anfang etwas schwer mit den glitschigen Kurven und brauchte daher etwas, sich zu akklimatisieren. Eine dreiköpfige Spitzengruppe konnte sich allerdings schon vor der ersten Wertung nach 5 Runden absetzen und fuhr den Sieg unter sich aus. Im Kampf um den verbliebenen Punkt in den weiteren Wertungen war Janko leider nicht erfolgreich, so dass er am Ende mit leeren Händen da stand. Gregor hatte dann im KT/A/B-Rennen mehr Glück mit dem Wetter. Die Strecke war schon fast abgetrocknet. Nur einige Gullies waren noch etwas nass und damit sehr rutschig. Anfangs konnte er sich noch vorne festsetzen, aber schnell musste er merken, dass die Trauben hier im Süden ganz schön hoch hängen. Das Team von Ex-Bike-Market-Fahrer Fischi, die Racing Students, sowie diverse Amateur- und Profiteams aus ganz deutschland machten das Rennen schnell und Gregor musste schon nach etwa der Hälfte des Rennens die Segel streichen.

Am Sonntag in Dierbach war die Runde mit 4,4 km auf einem eher Straßenrennen-ähnlichen Kurs mit einem kurzen aber fiesen Anstieg doch deutlich eher etwas für die beiden. Janko durfte bereits morgens ran und musste 14 Runden absolvieren. Er konnte sich gegen Mitte des Rennens mit einem starken Fahrer zusammen absetzen und für knappe 20km mit seinem Begleiter vor dem Feld. Leider wurden die beiden wieder eingeholt und im weiteren Verlauf konnte sich keine Gruppe mehr entscheidend absetzen. Janko fuhr weiterhin aufmerksam, überließ den Highspeed-Sprint auf der abfallenden Zielgeraden aber lieber den anderen Fahrern. Sein starker Fluchtgefährte konnte sich hier den Sieg sichern. Gregor durfte am Nachmittag 20 Runden auf dem Kurs fahren. Zusammen mit Fischi und Jankos Trainingskollege Bene ging es bei immer noch trockenen Bedingungen los. Daran, das Rennen mitzubestimmen war natürlich auch Heute nicht zu denken, aber immerhin klappte es diesmal viel besser, sich im Feld fest zu beißen. Während Fischi vorne wieder zeigen konnte, dass er echt fix Rad fahren kann, hielt sich Gregor gezwungenermaßen meist etwas weiter hinten auf. Im Gegensatz zum Vortag lief er aber nie Gefahr, abgehängt zu werden. Hier in der Pfalz sind die Fahrer doch deutlich eher an Kriterien gewöhnt und haben so ihre Schwierigkeiten mit Hügeligen Runden. In der letzten Runde fing es dann doch noch an, wie aus Eimern zu gießen, so dass der Sprint zu einem echten Lotteriespiel wurde, in dem keiner von uns ganz vorne ins Ziel kam. Trotzdem waren wir alle zufrieden mit den harten Rennkilometern, die uns in den kommenden Rennen hoffentlich helfen werden.

Den Abschluss des Wochenendes sollte dann das Rennen in Mutterstadt bilden. Der Kurs war 1,3 km lang und viereckig. Die Qualität des Straßenbelags ließ leider sehr zu wünschen übrig und zwei der vier Kurven waren richtig eng. Janko konnte heute leider nicht mehr dabei sein, da er arbeiten musste, so dass Gregor sich mit Tammo zusammen auf den Weg machte. Leider durften sie in Stuttgart hautnah erleben, was passiert, wenn man vier Spuren kurz vor einer Ampel auf eine Spur verengt. Sie brauchten eine gute halbe Stunde für 2 Kilometer! So durften sie sich in Mutterstadt dann im Schnell-Umziehen-Und-Räder-zusammenbauen üben und stellten sich noch gerade pünktlich zum Kaltstart in die Startaufstellung. Die Besetzung des Rennens ließ selbst am Montag Abend keine Wünsche offen. Diverse KT-Teams hatten Abordnungen geschickt um sich mit den lokalen Kriteriumsprofis zu messen. Um die Stimmung anzuheizen wurden dann in 3 von 4 Runden Prämien ausgefahren. Diese Mischung stellte sich für Gregor leider als zu explosiv heraus. Er konnte sich eine ganze Weile im Mittelfeld festbeißen, ließ aber viele Körner auf der Straße, als er für andere Fahrer Löcher stopfen durfte. Nach gut der Hälfte des Rennens meinte dann ein besonders talentierter Sportfreund vor der engsten Kurve des Kurses im letzten Moment innen reinstechen zu müssen. Unnötig, aber im Normalfall nicht dramatisch. Dieser Spezialist aber stellte völlig überraschend nach der Kurve fest, dass er dadurch ja langsamer war als der Vordermann und ging direkt aus der Führung. Nachdem Gregor das Loch wiederum gestopft hatte, tat sich vor ihm ein neues Loch auf und Gregor hatte keinen Bock mehr... Kein sonderlich erfolgreicher Abschluss des Wochenendes, aber wie am Samstag war das wichtigste, harte Rennkilometer gesammelt zu haben, um in den letzten Rennen im Norden nochmal angreifen zu können!

 

Viele Grüße Gregor