Hartes Rennwochenende in Braunschweig

 

Am Samstag machten Julius, Marcel Seidel, Lukas und ich uns auf nach Braunschweig. Abends stand ein Rundstreckenrennen über 70 Runden à 1km in der Braunschweiger Innenstadt auf dem Plan bevor es am Sonntag Morgen zum Straßenrennen "Rund um den Elm" ging. Wir wussten, dass diese Rennen traditionell sehr stark besetzt sind und wir daher nicht allzu viel zu erwarten hatten. Auch in diesem Jahr waren mit Stölting, NSP, LKT Brandenburg und dem AC Sparta Prag wieder einige starke KT-Teams am Start, die uns das Leben schwer machen sollten.

Das Rundstreckenrennen begann um 21 Uhr vor vielen Zuschauern und ging gleich flott los. Da wir am Start vorne standen, konnten wir uns anfangs noch gut im vorderen Teil behaupten und sogar ein bisschen mitmischen. Mit der Zeit wurde es aber immer schwerer, das hohe Tempo mitzugehen, so dass wir uns immer wieder im hinteren Teil des Feldes wiederfanden. Marcel wurde dann auch noch von der Defekthexe heimgesucht, so dass er das Rennen leider beenden musste. Julius und ich konnten uns noch am ehesten durchbeißen.
Als das Team NSP sich 15 Kilometer vor Schluss allerdings mit voller Mannschaftsstärke einreihte um einen Ausreißer wieder einzufangen, wurden auch Julius und ich auf dem falschen Fuss erwischt. Sie waren gerade etwas zu weit hinten und der Zieharmonika-Effekt tat dann schnell sein übriges.
Ein Blick auf den Tacho zeigte dann auch, warum es so schwer war, hier zu überleben. Bis dahin lag die Durchschnittsgeschwindigkeit bei über 47 km/h!
Ein bisschen konsterniert, aber ob der Besetzung und des Tempos nicht wirklich enttäuscht ging es nach einer schönen Pizza fix ins Hotel, da am nächsten Morgen schon früh Start sein sollte.

Auch das Rennen am Sonntag versprach anspruchsvoll zu werden. Nach 40km Anfahrt stand eine 11km Runde mit einem fiesen Anstieg 7x auf dem Programm, bevor es wieder zurück nach Braunschweig gehen sollte. Unterstützung erhielten wir heute von Tim, der nachgereist kam und sich viel vorgenommen hatte.
Bis es auf die Elmrunde ging war das Rennen zwar nicht leicht, aber wir konnten gut mitfahren und insbesondere Tim und Gregor zeigten sich bei einigen Ausreißversuchen an der Spitze. Als es dann das erste Mal den Amplebener Berg hoch ging zeigte sich aber schnell, dass wir es mit einer anderen Liga aufgenommen hatten. Julius und Tim konnten sich in der ersten Runde noch im Feld über die Kuppe retten, Marcel, Lukas und ich mussten das Feld allerdings ziehen lassen. Wir schafften es zwar kurz vor dem Ende der Runde den Anschluss an das Feld wieder herzustellen, aber am Berg war dann wieder Schluss.
Julius und Tim konnten sich noch eine Weile im Feld halten, hatten aber mit dem Ausgang des Rennens auch nichts mehr zu tun. Nach und nach setzten sich immer wieder Fahrer nach vorne ab und in der dritten Runde erwischte es auch Julius. Er konnte im obereren Teil des Berges nicht mehr folgen und musste abreißen lassen. Eine Runde später musste dann auch Tim das Feld ziehen lassen, so dass keiner von uns mehr im Rennen war.
Auf diese Weise konnten wir immerhin nach Braunschweig vor fahren und uns das Finale von außen ansehen. Immerhin 15 der ursprünglich ca. 80 Fahrer kamen ansatzweise nah beieinander ins Ziel. Danach dauerte es eine halbe Ewigkeit bis weitere, abgehängte Fahrer das Ziel erreichten.

Alles in allem könnte man nach diesem Wochenende hängende Köpfe bei den Fahrern erwarten, aber keiner von uns war wirklich unzufrieden. Wir wollten uns halt auch mal mit den "großen" messen und ganz nebenbei sind solche Rennen hervorragendes Training. So hart kann man sich schließlich sonst nicht belasten...

Viele Grüße
Gregor