Neumünster: es geht aufwärts!

Beim Kriterium in Neumünster waren wir heute mit sieben Mann vertreten: Marcel Sieg, Marcel Seidel, Julius, Martin, Tim, Lukas und Ich, Gregor. Die erste Wertung setzten wir auf Julius' Sprintfähigkeiten, doch leider wurde er eingebaut und konnte keine Punkte holen. Direkt im Anschluss versuchten Tim und Martin, eine Gruppe zu initiieren, aber auch hier hatten wir leider keinen Erfolg.
Bei der zweiten Wertung dann, war Julius in der Zielkurve in guter Position. Leider wurde er von einem anderen Fahrer abgeräumt und stürzte. Auch Martin wurde durch den Sturz behindert und konnte nicht mehr eingreifen, obwohl er direkt an Julius' Hinterrad war.
Direkt nach der Wertung konnten sich 6 Fahrer absetzen, die um den Sturz herum gekommen waren. Wir waren in dieser Gruppe nicht vertreten, und die Jungs vorne schienen eingebaut zu sein. Ich selbst war zu weit hinten positioniert um direkt eingreifen zu können. Da die Gruppe aber so aussah, als würde sie sich absetzen können, musste ich alles oder nichts gehen. Ich attackierte auf der Gegen(wind)geraden und konnte mich mit zwei weiteren Fahrern vom Feld absetzen. Zusammen mussten wir drei Runden Anschlag fahren, um die Gruppe vorne noch zu erreichen.
Pünktlich zur nächsten Wertungsglocke hatten wir den Anschluss hergestellt. Ich hielt mich zwar erst zurück, aber als die Taktiererei 400m vor dem Zielstrich begann, dachte ich mir wieder "alles oder nichts" und versuchte es mit einer Attacke. Ich kam zwar nicht weg, konnte aber immerhin den Sprint von vorne fahren und rutschte noch als Vierter über die Linie - immerhin 1 Punkt gesichtert.
Bei den folgenden Wertungen versuchte ich zwar mitzusprinten, aber die Konkurrenz in der Gruppe war zu stark für meine derzeitige Form. Erst in der vorletzten Wertung konnte ich mir wiederum einen Punkt sichern. Die Schlusswertung musste ich dann ganz auslassen, da die Kräfte langsam aufgebraucht waren.
Am Ende reichten die zwei Punkte immerhin für den siebten Platz, da sich nicht so viele Fahrer mit Punkten eindecken konnten.

Zusammen mit Jankos tollem Ergebnis (4. in Cadolzburg, Bericht folgt) kann man also sagen, dass es langsam bergauf geht. Die Form kommt bei allen immer mehr und jetzt fehlt nur noch das Quäntchen Glück, das man im Radsport nunmal auch braucht. Ohne Julius' Sturz wäre auch für ihn bestimmt mehr drin gewesen.

 

Viele Grüße
Gregor