Hamburg-Volksdorf


Beim Traditionsrennen in Hamburg Volksdorf waren vom BIKE Market Team Gregor und Tim dabei. Da das Rennen von Tims Heimatverein, der RG Hamburg, ausgerichtet wurde, startete er hier im Vereinstrikot. Das Rennen auf dem flüssig zu fahrenden, 1km langen Rundkurs (75 Runden) ist seit langem als Highspeed Kurs bekannt und so sollte es auch dieses Mal wieder kommen. Die Fahrer der C-Klasse bekamen eine Vorgabe von 30 Sekunden bevor die Elite-Fahrer auf die Jagt geschickt wurden.
Gregor und Tim setzten sich auch gleich am Anfang in Szene und halfen mit, den Rückstand auf die C-Klasse schnell zu verringern. Bei der ersten Prämie, die ausgefahren wurde, nachdem der Zusammenschluss erfolgte, war Gregor gerade gut positioniert und konnte sich mit dem dritten Platz noch etwas Taschengeld sichern. Ähnlich ging es Tim etwas später bei einer weiteren Prämie. Beide waren auch mehrfach aktiv in kleineren Ausreißergruppen vertreten, von denen sich aber zunächst keine entscheidend absetzen konnte.
Erst nach ca. zwei Dritteln der Renndistanz schaffte es Gregor, sich mit 9 weiteren Fahrern abzusetzen und einen Vorsprung heraus zu fahren. Die Gruppe harmonierte recht gut und so waren die Verfolger schnell außer Sichtweite. Anfangs musste Gregor ziemlich in den Lenker beißen, um voll mit durch die Führung gehen zu können, aber er erholte sich bald und kam immer besser mit dem Tempo zurecht. Etwas später konnte Tim, der sich gut von seinen Sturzfolgen erholt hatte, sich mit einer weiteren Gruppe vom Feld absetzen und einen guten Vorsprung heraus fahren, er hielt sich aber etwas zurück, da Gregor ja in der Gruppe vor ihm unterwegs war.
Währenddessen sah Gregor in der Spitzengruppe auf einmal schon den hinteren Teil des Hauptfeldes voraus. Die Info "40 Sekunden Vorsprung" zeigte der Gruppe aber schnell, dass sich aus dem Hauptfeld noch Fahrer gelöst haben mussten, so dass in der Gruppe schnell klar war, dass man in das Feld hinein fahren würde, um den Vorsprung vor der Verfolgergruppe halten zu können. Gregor führte die Spitzengruppe dann in das Feld hinein um nicht überrumpelt zu werden. Ein weiterer Fahrer der Spitzengruppe versuchte das automatisch entstehende Chaos zu nutzen und setzte direkt eine Attacke indem er am kompletten Feld vorbei raste und damit versuchte, die Spitzengruppe zu teilen. Gregor war der einzige Fahrer der Spitzengruppe, der sofort reagieren konnte und mit ihm attackierte. Eine Runde lang konnten die beiden sich mit einigen zurückgefallenen Fahrern behaupten, wurden dann aber vom Rest der Gruppe gestellt.
Das Tempo wurde weiterhin hoch gehalten, so dass bald auch die Verfolgergruppe eingeholt und damit überrundet werden konnte. Damit war aber leider auch Tims Flucht beendet. Das Feld durfte kurze Zeit später 2 Runden vor der Spitzengruppe um die Plätze sprinten. Tim konnte sich zwar vorne behaupten, für eine Platzierung ganz vorne reichte es aber leider nicht, da er auch noch versuchte, Gregor möglichst weit vorne durchs Ziel zu bringen, damit dieser wiederum nicht überrumpelt werden konnte.
Gregor fuhr direkt schnell weiter um zu sehen, ob irgendjemand aus der Spitzengruppe gepennt hatte, aber alle 10 Fahrer waren nach kurzem beisammen. Die vorletzte Runde wurde dann etwas taktisch gefahren, bevor in der letzten Runde zwei Attacken folgten. Gregor hatte leider eine schlechte Position und nicht den Mut, selbst noch einmal zu attackieren, was sich im nachhinein als Fehler heraus stellte, denn die anderen Fahrer der Gruppe waren zum Großteil am Ende ihrer Kräfte. Zwei Fahrer konnten sich ohne große Gegenwehr absetzen, so dass der Sprint um Platz drei ging. Hier konnte Gregor auf der Zielgeraden noch einige Meter gut machen und den 5. Gesamtrang heraussprinten.