Norderstedter Sommerkriterium

Das Norderstedter Sommerkriterium, das dieses Jahr zum ersten Mal ausgetragen wurde, machte seinem Namen bei der Premiere leider keine Ehre. Die knapp 80 Kilometer auf dem eckigen, teils engen Kurs, die im Eliterennen zu absolvieren waren, wurden komplett auf nasser Straße und teilweise bei Regen absolviert. Immerhin war es dabei warm genug um "kurz-kurz" an den Start zu gehen.
Gregor stand bei diesem Rennen leider allein am Start, konnte sich aber trotzdem ganz ordentlich schlagen. Das Rennen wurde als Kriterium mit 11 (!!) Wertungen ausgetragen, was darauf hindeutete, dass man heute viele Punkte brauchen würde, um im Ergebnis zu landen. Doch es sollte anders kommen...
Bei den rutschigen Straßen versuchte Gregor von Anfang an, sich immer vorne aufzuhalten um Stürzen aus dem Weg zu gehen. Dies klappte zunächst auch sehr gut. Schon in der zweiten Runde krachte es direkt hinter ihm und es tat sich dadurch eine Lücke auf, die Gregor im ersten Wertungssprint in eine gute Ausgangslage versetzte, um die Punkte mit zu sprinten. Es reichte immerhin für den dritten Platz und damit 2 Punkte. Direkt danach attackierten einige Fahrer und konnten sich zu dritt absetzen. Gregor hatte einfach nicht den Dampf, um diese Attacke zu parieren. Zwei Wertungen lang ging es im Feld jeweils noch um einen Punkt, bevor sich fünf weitere Fahrer auf den Weg machten. Da die beiden ersten der ersten Wertung bereits in der 3-köpfigen Spitzengruppe fuhren, war Gregor nun im Feld derjenige Fahrer mit den meisten Punkten und konnte sich bei dieser Konstellation bereits sicher sein, eine Platzierung einzufahren, solange die Ausreißer nicht gestellt wurden oder den Rundengewinn schafften. Er hielt sich weiterhin immer ganz vorne im Feld auf und kam auch immer besser mit den rutschigen Kurven, die sonst so garnicht sein Ding sind, zurecht. Immer wieder versuchten einzelne Fahrer noch, sich aus dem Feld abzusetzen, aber entscheidend lösen konnte sich niemand. Gegen Ende des Rennens kam das Feld der Spitzengruppe tatsächlich noch einmal deutlich näher, um die Punkte der Schlusswertung sprintete die Gruppe aber erfolgreich.
Gregor hielt sich aus dem Sprint komplett heraus, da es nicht mehr um Punkte ging und er vorher schon viel Kraft investiert hatte. Da in der Spitzengruppe gleich mehrere Fahrer in den Wertungssprints leer ausgegangen waren oder nur einen einzelnen Zähler erreichten, reichten die 2 Punkte aus der ersten Wertung tatsächlich für den 7. Platz, den Gregor bereits am Vortag in Bremen erreicht hatte.