Oder-Rundfahrt

Am vergangenen Wochenende stand meine erste Rundfahrt auf dem Plan. Unsere Mannschaft bestand außerdem aus Tim, Gregor, Stefan, Marcel und Daniel Rackwitz, da Philipp krank geworden war.

Die 33. Internationale Oderrundfahrt fand in und um Frankfurt an der Oder statt. Nachdem ich am Freitag mit Antje zusammenangereist war ging es bereits um 19:30 rund. Die erste Etappe war 75KM lang und es galt einen mit einem bis zu 9% steilen Rundkurs 50 mal zu umrunden.

Das Niveau war enorm hoch, es hatten sich zahlreiche KT-Teams aus dem Ausland und Inland eingefunden. Direkt nach dem Start ging es mit Vollgas los und die Hitze tat ihr übriges. Ich konnte mich nur wenige Runden im Feld halten und hatte bald die ein oder andere Überrundung auf dem Konto. Aussteigen war jedoch nicht angesagt, sonst hätte ich die anderen Etappen nicht mehr fahren dürfen. Gregor hielt sich als einziger von uns weit vorne und zeigte sich in guter Form.

Am nächsten Tag ging es nach nur wenige Stunden Schlaf schon um 10 Uhr weiter. Es standen komplett flache 140KM auf dem Plan. Auf dieser Etappe wollte ich mir ein kleines Erfolgserlebnis holen und versuchen im Sprint vorne reinzuhalten... aber es kam natürlich anders. Nachdem es die ersten 1,5 Stunden geschüttet hatte, war es später unerträglich heiß und schwül. Durch das Regenwetter und die dreckigen Straßen sah ich nach kurzer Zeit aus, wie nach einem Crossrennen.

Leider hatte ich kurz vor Rennhälfte einen Platten. Bis dahin habe ich unseren Kapitän Gregor, der nach dem Vortag ganz vielversprechend lag, unterstützt. Zu meinem Nachteil ging im Feld grade richtig die Post ab als ich wieder ranfahren wollte. Ich habe fast über 20 Minuten gebraucht und war während dessen voll am Anschlag. Wenig später hat es Gregor in die dreiköpfige Gruppe des Tages geschafft.  Das hieß für uns nun: Löcher stopfen und an der Spitze das Tempo kontrollieren. Die gelang uns eine ganze Weile bis wieder einige Attacken kamen und das Tempo höher wurde. In den letzten beiden Runden wurde das Loch kontrolliert von Jenatec zugefahren so dass Gregor wenige KM vor Schluss eingeholt wurde, nachdem er 70KM ein gutes Rennen fuhr.  Ich musste kurz vor Schluss leider das Hauptfeld ziehen lassen. Am Vortag, nach meinem Defekt, und nachdem mich nochmal zurück fallen ließ um Marcel nach einem Sturz wieder ranzufahren habe ich mir leider alle Lichter ausgeschossen.

Wenig später am gleichen Tag war noch ein 20KM-Zeitfahren. Hier gings mir gar nicht gut. Ich war so platt, dass ich nicht mal den 40er schaffte obwohl die Bedingungen optimal waren. Gregor dagegen wurde von Antje zu neuer persönlicher Bestzeit durch das Zeitfahren gehupt und lag auf Rang 24.

Am nächsten Morgen wartete die Königsetappe der Rundfahrt: 154KM und ein 14% steiler Berg mit Kopfsteinpflaster. Nach wenigen Runden bin ich ausgestiegen da ich wie das halbe Feld Magenprobleme hatte. Ich hätte das Tempo ohnehin nicht lange gehen könne aber das gab mir schnell den Rest. Tim erwischte gleich am ersten Anstieg die Defekthexe, da war nix zu machen, die Kette war gerissen. Auch Marcel war gesundheitlich angeschlagen und mußte aussteigen. Stefan hielt sich noch eine Weile ganz gut und half zusammen mit Daniel Rackwitz der für diese Rundfahrt mit uns fuhr Gregor so gut es ging. Der lag dann im Schlussanstieg wenige Meter vor Ziel vielversprechend auf Rang drei. Dann sprang die Kette ab und er wurde nach starkem Rennen nur noch 10. Schade. In der Endabrechnung reichte Gregors Leistung zu einem beachtlichen 15. Rang!

Vielen Dank an Jörg, Antje und Michi für die Unterstützung während der Rundfahrt, an den Mechaniker von LKT für den Bowden-Zug und an Nico von Specialized für die logistische Unterstützung auf der letzten Etappe!

 

Besten Gruß Julius

 

Ergebnis