Deutsche Meisterschaften

Einzelzeitfahren

Am Wochenende wäre ich normalerweise mit den anderen Jungs im veregneten Kiel bei meinem Heimrennen zur Kieler Woche am Start gewesen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt... Der Landesverband Schleswig-Holstein tat mir einen Gefallen, indem er beim BDR anfragte, ob ich wohl trotzdem ich mich nicht direkt qualifiziert hatte, an den Deutschen Meisterschaften im 1er Straßenfahren teilnehmen könnte.
 1er Straßenfahren? Moment, hier gehts ja um das Zeitfahren. Das stimmt, aber ohne die Straßenmeisterschaft hätte ich vermutlich nicht den langen Weg nach Leipzig/Zwenkau/Grimma auf mich genommen um 43 km Rennen zu fahren. Da ich aber bei den Straßenmeisterschaften starten durfte, dachte ich mir "Wenn schon, denn schon!".
Ich startete also am Donnerstag schon in Richtung Leipzig, wo ich auf Antje traf, die mich und die Triathletin Christine Liebendörfer am folgenden Tag beim Zeitfahren betreuen wollte. Am Freitag ging es dann früh von Leipzig nach Zwenkau, wo die Wettkämpfe stattfinden sollten. Die Strecke war ziemlich flach und führte zum größten Teil über eine voll-gesperrte Autobahnartige Bundesstraße. Zuerst hieß es für mich Streckenkenntnis sammeln indem ich mit Antje zusammen im Auto hinter Christine her fuhr während sie ihre starke Zeitfahrleistung ablieferte.
Um 15:31 war es dann auch für mich soweit. Als zweiter Starter ging ich auf die Strecke. Auf dem ersten Teil der Wendestrecke kam der Wind fast ausschließlich kräfig von hinten, so dass der Tacho gleich sehr schöne Zahlen zeigte. Ich wusste aber sehr gut, dass ich die Strecke auch noch zurück fahren musste und dass dies eines der längsten Zeitfahren war, die ich bisher gefahren war. Daher fuhr ich erstmal nicht mit mehr als 100 Prozent, sondern beschränkte mich auf das Maximum, was drin war.
Antje führte mir wie ich es mir gewünscht hatte immer mal wieder die einwandfreie Funktion ihrer Hupe vor Augen, so dass mich nie traute, auch nur einen Tritt lockerer zu machen. Bis zur Wende ging es so ganz gut. Dann schnell um die Wende und ab in den Gegenwind. Lange, mit 2% ansteigende Geraden auf Bundesstraßen können bei Gegenwind übrigens recht unangenehm sein... Das schönste war dann aber der Hügel, der mit der 1km Marke begann und ebenfalls mit Gegenwind (nicht zu knapp) und bestimmt 4-5% zum Ziel führte. Wenn einem das Laktat schon bis zum Scheitel steht wünscht man sich sowas!
 Am Ende war es dann aber doch geschafft und ich konnte sogar noch einen kleinen Sprint ins Ziel hinlegen. Die Uhr blieb bei 56:12 Minuten stehen, was für mich eine sehr gute Zeit bedeutete. Später kamen dann noch ein paar Motorradfahrer ins Ziel, die die Strecke tatsächlich in weniger als 50 Minuten fuhren. Der schnellste von ihnen hieß Tony Martin und hatte garkein Motorrad... er brauchte trotzdem nur 47:21 Minuten und war damit fast 9 Minuten schneller als ich!
 Von den 24 gestarteten Fahrern landete ich am Ende auf einem für mich sehr erfreulichen 19. Platz. Am Sonntag sollte es dann mit den Deutschen Meisterschaften im 1er Straßenfahren weitergehen, wo ich Begleitung durch unser Teammotorrad Fischi bekam. Doch das ist ein anderer Bericht...
 
Viele Grüße
 Gregor


Straße

An diesem Wochenende wollten Gregor und ich unser Können bei den Deutschen Meisterschaften in Grimma testen.
Uns war im Vorraus klar, dass wir gegen die großen Profis keine Chance haben, jedoch wollten wir mal schauen wie weit wir kommen.
Der Kurs war deutlich schwerer als erwartet. Uns überraschten 2 sehr harte Anstiege, welche insgesamt 19 mal überwunden werden wollten.
Das Rennen begann wie man es von einer DM erwartete - schnell! Viel Hektik und viele Attacken prägten das Rennen. Aufgrund des sehr kurvigen Kurses gab es keine Verschnaufsphase. Es konnte sich eine ca 10-mann starke Spitzengruppe mit einigen bekannten Namen absetzen. Nach 7 Runden schmiss Gregor am Fuß des bis zu 11% steilen Bergen leider seine Kette vom Kettenblatt und verlor den Anschluss.
Bei der Hälfte des insgesamt 200 km langen Rennens begann es ernst zu werden. Im Feld wurde richtig Tempo gemacht und es begann ordentlich zu bröckeln. Einige starke Fahrer schafften noch den Anschluss an die Spitzengruppe. Aufgrund dieser Tempoverschärfung wurde das Hauptfeld auf ca 50 Fahrer dezimiert.
Ich war froh noch im Hauptfeld überlebt zu haben und habe gleichzeitig mit diesem das Ziel erreicht. Am Ende stand ein 52. Platz zu Gute. Aufgrund des schweren Kurses muss ich mit dieser Leistung zufrieden sein. Jetzt habe ich mir ersteinmal eine kleine Pause verdient ;)

sportliche Grüße, der Fischi