Trainingslager Kalamata - kurz und knackig

Nachdem wir die ersten 7 Tage mit langen Grundlagenausfahrten (okay... zwischendurch war's alles andere als Grundlagentempo) verbracht haben, ging es nun etwas anstrengender zur Sache.
Am Samstag war aber erstmal Erholung angesagt. Wir rollerten ganz locker nach Kalamata rein und gönnten uns ein Eis an der Strandpromenade.

Am Sonntag ging es dann das erste Mal ganz hoch hinaus. Der höchste Pass der Gegend stand auf dem Programm. Wir mussten erstmal 500 Höhenmeter überwinden, um auf den kleinen, vorgelagerten Pass zu gelangen, bevor es nach kurzer Abfahrt so richtig los ging. Von 280m aus ging es gute 1000 Höhenmeter am Stück nach oben. Ab ca. 900m Höhe lag am Straßenrand schon etwas Schnee, auf dem Pass (1320m) lag dann so viel Schnee, dass man sich während der Fahrt etwas vom Straßenrand greifen konnte. Zum Glück hatten alle warme Klamotten für die Rückfahrt eingepackt!

Am Montag stand dann Teamwork auf dem Plan. Stavros hatte uns erzählt, dass er für unseren Hausberg (300 Höhenmeter, eher flach) mit Rückenwind und Wettkampfmaterial einmal in 13:14 erklommen hatte. Das hatte unseren Ehrgeiz geweckt, so dass wir uns einen Plan für den besten BIKE Market Express entwickelten. Die beiden Sprinter Willow und Jule sollten den Anfang machen, bevor die Bergfahrer den Rest der Steigung in Angriff nehmen sollten.
Nach den ersten beiden Serpentinen waren die Sprinter bis über beide Ohren im Laktat versunken und es ging richtig los. Stefan hatte durch die harte Führung von Jule auch Laktatüberschuss, so dass bald nur noch Philipp und Gregor übrig waren. Philipp legte ein sehr gutes Tempo vor und konnte Gregor lange aus dem Wind halten, bevor auch bei ihm der Ofen aus war. Gregor musste dann auf dem letzten Drittel des Anstiegs nur noch die Vorarbeit der anderen vollenden und knackte den Rückenwindrekord von Stavros tatsächlich um fast eine halbe Minute. Bei 12:49 blieb die Uhr stehen.
Nach dieser anstrengenden Teamleistung rollten wir nur noch locker im flachen umher, um die 100 Kilometer voll zu machen.

Der letzte Tag für Philipp, Jule und Stefan wurde dann nochmal genutzt, um auch wirklich jeden ans Limit zu bringen. Auf einer welligen Tour nach Koroni fighteten wir um jedes Ortsschild und jede Bergwertung. Erst nach gut 100 km einigten wir uns darauf, die letzten 30 Kilometer ganz locker zu machen.

Nun sind nur noch Willow und Gregor übrig, die sich noch bis Sonntag den letzten Feinschliff der Form holen, um bereits in Bramsche und Börger ins Renngeschehen eingreifen zu können...

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